116 Unterschriften gegen DSL-Funk 
In Wies wünschen die Bürger eine einfache Kabellösung / Referent Grimm warnt in Gemeinderatssitzung vor Gesundheitsschäden
Von unserem Mitarbeiter Heiner Fabry
Nicht ohne ist DSL per Funk, die schade Mensch, Tier und Pflanzen: Das gab ...mehr | |||
In seiner Einleitung rekapitulierte Horst Wezel den bisherigen Projektverlauf und zeigte auf, dass die Gemeinde Wies ihr eigenes Projekt zurückgestellt und sich dem Gemeinschaftsprojekt des Kleinen Wiesentals angeschlossen hat. Da es im Vorfeld in der Bevölkerung Widerstände gegen eine geplante Funklösung gegeben hatte, bekam nun die "Arbeitsgemeinschaft" die Möglichkeit, einen Vortrag über mögliche Schädigungen durch elektromagnetische Wellen zu halten. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Martin Kuhle betonte, dass es große Besorgnis in der Bevölkerung über mögliche Strahlenschäden gebe. Er überreichte dem Gemeinderat die Unterschriften von 116 Bürgern aus Wies, die diese Besorgnis teilen. In den Teilorten von Wies werden derzeit noch weitere Unterschriften gesammelt.
Der Referent Rolf Grimm aus Schwäbisch-Gmünd beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Auswirkungen der Strahlungen auf die Natur. Nach Rolf Grimm ist für die Schädigungen nicht die Wattzahl ausschlaggebend, sondern die Pulsierung hochfrequenter elektromagnetischer Wellen. In vergleichenden Dias zeigte er verkümmernde und verdorrende Bäume — vermeintlich hervorgerufen von DSL-Funksignalen. Aus persönlicher Erfahrung in seinem Heimatort berichtete Grimm von schweren Gesundheitsschäden und sogar Todesfällen bei Mensch und Tier aufgrund der Strahlenschäden. Familien hätten ihre Häuser und Wohnungen verlassen, Landwirte hätten ihre Höfe aufgeben müssen.
In der anschließenden Diskussion betonte Martin Kuhle, dass die "Arbeitsgemeinschaft" nicht gegen DSL oder Handys sei, sondern sich für eine verträgliche Lösung einsetzt. "Wir sind keine Hypochonder oder Sensibelchen" , betonte Martin Kuhle: "Wir wollen aber eine gute Lösung für Wies." Und die sehen die besorgten Bürger in einem Glasfaserkabel und im Verzicht auf eine Funklösung. Gemeinderat Rolf Vollmer berichtete, dass die Verbandsversammlung inzwischen eine europaweite Ausschreibung für eine DSL-Lösung im Kleinen Wiesental gestartet hat. Es sind vier Angebote eingegangen, von denen drei näher geprüft werden sollen. Bei diesen drei Vorschlägen handelt es sich jeweils um Funklösungen, deren Kosten zwar differieren, die aber alle überschaubar seien, erläuterte Vollmer. Die günstigste Lösung liege bei 44 000 Euro für alle Talgemeinden. Rolf Vollmer drückte zwar seine persönliche Sympathie für eine Kabellösung aus, hielt diese aber nicht für realistisch. Ein Kostenvoranschlag für die Verlegung von Glasfaserkabeln auf einer Strecke von 20 Kilometern beläuft sich auf etwa 750 000 Euro und werde, so Vollmer, wohl kaum ernsthaft in Erwägung gezogen.
In der Sitzung wurden dann von den Bürgern alternative Lösungsansätze vorgebracht, wie der Einsatz hängender Kabel, um die Verlegungskosten zu sparen, oder die Realisierung von Rohrverlegungen in Eigenleistung. Horst Wezel nahm die Anregungen entgegen, verwies aber darauf, dass die Verantwortung für die weitere Planung beim Verwaltungsverband liegt. Es wurde vereinbart, dass die "Arbeitsgemeinschaft" ihre Vorschläge präzisiert und auf jeden Fall den GVV in die Diskussionen einbezieht. Weiter wurde vereinbart, dass in der Gemeinderatssitzung am 28. Oktober der Karlsruher Physiker Dr. Volker Schorpp über die Strahlungsproblematik sprechen wird.
----------------------------------------
----------------------------------------
eine anmerkung von mir dazu: wies liegt ca 20 kilometer nordoestlich von basel.
binmal gespannt wie die meinung des karlsruher experten aussieht.
ich werde wieder berichten.
df3iah.